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Galerie — Die Spindel der Wirklichkeit
Das Kommende
Keimende Zeit · 施彦仪 · Shi Yanyi
Visionen zukünftiger Möglichkeiten
Schmiererei — No Hole
Bevor der Sturm greift. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Wer immer weiter nach oben will
Durch das Chaos in die Höhe
Muss tief verwurzelt sein
Um den Sturm zu übersteh'n
Muster die hinauf streben wurzeln in der Tiefe
Die Gestalt des Ganzen verschmiert zuseh'n
Wenn innere Bilder der Seele sich zu dir dreh'n
Du Schöne — Living Flow
Wegsehen, und doch... · 施彦仪 · Shi Yanyi
Niemand - Gibt zu Sie zu mögen
Doch Jeder - Schaut Sie an
So Schön - Kann Sie doch sein
So Schön - Wie sie grausam ist
Verachtet wird Sie
Doch jeder - Hat mit ihr getanzt
Sie rettet Leben - Nimmt es auch
Eine Kraft der Ordnung - Nicht greifbar im Chaos
Sie bricht - Was gebrochen werden muss
Gefühle locken Sie - Tugenden zähmen Sie
Geduld und Disziplin - Tragen Sie in neue Höhen
Schwer zu beherrschen - Gleichgewicht
Teil von unseren Schattenspielen - An der Grenze zur Finsternis
Eine Quelle des Seins
Keiner beherrscht Sie - Sie wie die Natur
Du schöne Gewalt
Zwei vor Vier — Bloom
Seide über Abgrund. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Zwischen zwei Polen
Gespannt außerhalb von allem das fließt und ist
Vom Raum der Leere zum überspannenden Ganzen
Unendliches Potenzial gesammelt im Nichts
Gewebt zu kristallisierten Gewebe
Dazwischen ein wahrer Tanz
Ein Tanz der Interaktion - Aus Fäden werden Muster
Zweiseitige Seide
Ordnung die eine - Unordnung die andere
Sie gleicht dem Wandel sein Sein
Balancieren über dem gefüllten Abgrund voller Leere
Zum fließenden Sein
Wie schön kann es sein
Sterbend Leben — Always There
Jahrmillionen in einer Hand. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Ein Punkt am Himmel
Licht auf Reisen in unendlichen Weiten
Die Quelle längst erloschen
Durch Raum und Zeit um anzukommen
Jeder Strahl der unser Auge trifft
Ruft die Quelle aus den Tiefen
Der Totgeglaubte
Ist doch wieder lebendig.
Am Boden — Watching
Der Boden wartet. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Ganz nach Oben soll es geh'n
Deshalb fang ganz Unten an
Bevor es losgeht heißt es Fallen
Tiefer und Tiefer
Bis zur weisen Wurzel uns'res Seins
Reduziert auf unser Selbst
Zeigen Erfahrungen des Stürzens
Wie man Flügel spannt
Im schweifenden Kreis empor
Verwurzelt in der Leere
Und bricht der Fluss das Muster
Ist der Sturzflug nur ein kleiner Fall
Der Großes überspannt
Leuchtender Punkt — Kosmos im Blunt
Es glimmt tief hinten. · Maxine Richter
Mein Herz brennt
Entflammt von Innen aus der tiefsten Quelle
Das Feuer im Blick
Lässt es meine Hölle lodern
Weit hinten in den Augen
Finsternis wird erfüllt in den Flammen meines Seins
Der fließende Wind trägt es hinaus
So verteidigt meine Hölle
Die Grenzen meines Himmels
Gebrochenes Licht blendet zurück in den Schatten
So hab' keine Angst vor deiner Finsternis
In ihr findest du deine Quelle des Lichts
Raus und Lauf — River Bed
Grau drückt. Etwas treibt. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Es kommt aus der Tiefe
Aus der Tiefe meines Seins
Einmal da treibt es mich
Hinaus in die Weiten - In die Höhe
Durch die Wolken in den himmlischen Fluss der Sterne
Aus dem Alltag ins Ganze
Aus grauer Schattenwelt in grelles Licht und wieder zurück
Auf gehobenen Ebenen dem Horizont entgegen
Goldene Strahlen gebrochen auf blau-grauem Meer
Tanzender Farbenfluss am schwarzen Himmel
Spiegeln fließende Gedanken bis die Stille Einzug findet
Kein Schwarz - Kein Weiß - Auch kein Grau
Eins mit der formenden Gewalt - Eins mit dem Kontext
Bringt die Gestalt des Ganzen mich zum Fließen
Sprudelnder Glaube
Innere Quelle
Die Kraft des inneren Vertrauens
Alles zu Nichts — Is It You?
Versteinert — bis es fließt. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Schmerzen bringen versteinertes zum Fließen
Sie sind auf ewig mit unserem Lebensfluss vereint
Wer Gutes will
Muss in die Tiefe sinken
Eine Schlange ohne Glaube an ihre Flügel
Ist verdammt zum Kriechen
Finde deinen Stein und hol ihn aus der Tiefe
Dann schwebst du in die Höhe
Schweben bevor Gesunken
Ist wie Reden ohne was zu Sagen
Versprechen halten
Und die Bilder deiner Seele fließen vom Boden
In dein Bett
Glaub Einfach Dran — Bright Night
Wenn der eigene Schatten wächst? · 施彦仪 · Shi Yanyi
Jeder Segen entfaltet erst seine Wirkung
Wenn du dran glaubst
Segne dich Selbst
Mit Licht das du findest
Tief in dir Selbst
Schatten die wir werfen
Tanzen mit der Gestalt des Ganzen
Wahrlich schön über die Brücke der Ewigkeit
Strudel — Therapie
Weiß-violetter Dunst. · Maxine Richter
Aus Grün mit weiß-violetten Glanz
Wird hellgrauer Rauch
Geformt in Ringe - Gepustet in goldene Strahlen
Glitzern grau-gelbe Strudel
Vor matt-weißer Tapetenwand
Die Schlieren in den Adern steigen in die Höhe
In der runden Anhöhe zieh'n Sie ihre Kreise
Erlebtes erscheint mit anderem Gesicht
Und das Dazwischensein des Wahren
Geöffnet einen Spalt
Das gescheiterte Projekt — Engel unter Baum
Kronen aus Staub. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Wir gehören nicht geführt
Nicht von oben - Nicht von unten
Der Himmel keine Grenze - Niemals das Gesetz
In der Tiefe eine Saat - In die Höhe getrieben
Jeder in sein Königreich
Vereinigt im Ganzen durch gewebte Interaktion
Fließende Grenzen im Zusammenspiel
Leben aus den Tiefen
Einer viel zu grauen Welt
Von dort sieht man das Himmelszelt
Mein Königreich ist oben - Aber Ich ganz unten
Schickt empor und fängt wieder auf
Streben nach wahrer Schönheit
Spindelei
Schlechtes Gedicht — Erwachen
Tinte, die nicht trocknet. · Maxine Richter
Viele Werkzeuge
Ein Stift viel Tinte
Viele Seiten auf zweiseitigen Papier
Eine Idee aus vielen Flüssen
Die Überschrift, die das Untere fasst
Viel blättern - Wenig hält
Aus der Erfahrung in die Geschichte
Aus der Geschichte zurück ins Leben
Glaub an deinen Segen - Schreib' Gedichte
Bilder der Seele dem Ganzen geben
Spindeln — Split Unison
Kalter Stein. Licht bricht. · 施彦仪 · Shi Yanyi
In Demut unten am Boden
Lichtbrechen am steinernen Chaos
Auseinanderlaufend ins Ganze schicken
Keiner führt
Jeder Strahl der auf den Boden fällt
Wird gespiegelt in den Himmel
Umkreisen und Durchweben
An den Polen wird gespiegelt und geschickt
Unordnung zu Ordnung - Ordnung zu Unordnung
Grausames gebrochen durch gebrochene Strahlen
Fließend werden aus Strahlen Muster
Im Strom erfüllen Sie
Vom hohen Selbst zur tiefen Seele
So wird unten oben - oben unten
Das Ganze spindelt
Gebrochene Strahlen — Postoffice
Senke den Blick. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Bete
Nicht hinauf in den Himmel
Sondern in die Tiefen des Herzens
Hinauf in dein Tun
Ursprünge
Aus der Leere
Wo alles beginnt
Aufstieg nach Unten — Lightning Strong
Schwarze Spuren im Weiß. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Das Innere schwarz
Verrußtes Vertrauen
Schwarze Spuren auf weisen Gipfeln
Schweifender Blick über die Landschaft
Abgetaucht im grauen Fluss
Bis er im Ganzen endet
Ein Bild der geteilten Seele
Es soll spannen von hoch Unten bis tief Oben
Bis dahin bleib ich umhüllt von weißem Rauch
Und tauch erst später wieder auf
Er kommt Du gehst — Astronaut
Barfuß auf dem Grund. · Maxine Richter
Er kommt und geht - Wie Ebbe und Flut
Überschwemmt die Runde Anhöhe
Zieht Schönes in die Tiefe
Auf dem Grund der spitzen Steine
Liegst du niemals still
Dauerhaft benommen - Grau im Übergang zu Schwarz
Doch die Augen weiter offen
Wer ihm vertraut brauch weder fürchten noch hoffen
Über die Ufer getreten und gebrochen
Er zwingt zurück ins Gleichgewicht
Er bringt zum Fließen was einst Chaos war
Worte — In der Hand
Zu leicht für die Waage. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Sie gehör’n nicht auf die Waage
Sondern in den Kontext
Meine Träume fließen
Wenn Ich rede
Wenn Ich handle
Vielleicht sind Sie bereits wahr
Nie Verkauft — Two Face One Me
Links das Licht, rechts... · 施彦仪 · Shi Yanyi
Der leere Raum
Bot meiner Seele das Sein
Und kaum nahm ich es an
Eine Hand Licht - Die andere Finsternis
Fließende Muster sind Eins mit leerem Raum
Führten mich weg vom sturen Kind
Aus dem Nichts zur grauen Gestalt
Habe als Kind schon das Ganze geseh’n
Nein erlebt - Vom schönen Grau bis grausamer Schein
Es hat mich nie an Grenzen gebracht
Oder meinen leeren Raum zerlegt
Es hat die Gestalt - Halb zur unendlichen Leere
Halb zur ewigen Schönheit
Immer an der Grenze zum Chaos gemacht
Sechs und Eins zur Sieben — 716
Klirren vor der Stille. · Maxine Richter
Nichts ist nix und bleibt es auch
Eins ist viel mehr und doch so wenig
So allein und wenn mal einsam
Teilt man sich durch Sieben
Sieben sind Sechs zu viel für Einen
So teilt man und fängt an zu weben
Aber niemals diese Eins hergeben
Sie fällt zu Boden - bricht in Teile - fast zur Null
Das Gewebte strudelt auf
Und trägt durch’s Zentrum seines Sturms
Die Eins nach Oben hoch zur Sieben
Völlig leer doch ganz
Spindeln in der spannenden Stille
691 — Unsere Tanne
Stromaufwärts, stromabwärts. · Ralf Jeske
Im kleinen Ort
Am neuen und alten Fluss
Dreigeteilt und doch Eins
Gespielt auf den Straßen
Gespielt in blau-gelb
Gespielt in blau-weiß
Den Fluss hinauf
Den Fluss hinunter
Vom kleinen Dorf
In große Stadt
Das Leben fließt
Mal ins Chaos - Mal ins Schöne
Unten im Dunkeln liegt der Ort
Der sich in heller Form
Zu Mustern und Gestalten ergießt
Hat in's Gleichgewicht gebracht
Loyal - Wie eine liegende Acht
Im kleinen Hier und großen Dort
Rotes Gebet — Laterne
Ziehen an der Leine. · Ralf Jeske
Schwarz - Wie der Schatten den wir werfen
Weiß - Wie das Licht in uns’ren Herzen
Auf dem Grün wird uns’re Liebe rot
Und wir scheißen auf die Schmerzen
Du schönes Ganzes - Das uns eint
In unseren dreifarbenen Herzen
Unter rotem Licht statt flackernden Kerzen
Zügellos an fließender Leine
Schwarz - Weiß - Grün auf Rot
Bis zum Ende nur das Eine
Wir haben keine Angst
Wir seh’n uns nach dem Tod
Unendlich kleines Großes
Das Universum im Detail
Die Unendlichkeit in jedem Augenblick
Wärmer — Goldene Motte
Schaumkronen im Gegenlicht. · Robin Jeske
Unsere Hölle wird ihren Hass ins Chaos stürzen
Von Unten geführt - Von überall und nirgendwo
Nicht greifbar doch immer da
Gespiegeltes Licht auf wilder See
Eine Hölle des Sturms
Getrieben vom Königreich in unseren Herzen
Vom Herzen geschwungen hinauf
Geschwungen hinauf
Hinauf ins Ganze
Zerbrochener Ring — Gebrochener Kreis
Ein Riss in der Geometrie. · Robin Jeske
Der Kreis bändigt das Chaos
Er sorgt dafür dass Ringe fließen
In’s Schöne irgendwo da Oben
Ist er zerbrochen wartet Ungewisses
Verwurzelt in der Tiefe
Bricht es schöne Ringe
Nach Unten und nach Oben auf
Von ganz Unten rührt es her
Beginnt es zu spindeln
Und öffnet uns’re Augen neu
Ohne Schatten herrscht die Finsternis — Crown
Wo das Licht erstickt. · Maxine Richter
Breche Licht dann wirft es Schatten
Weder weiß noch schwarz
Aber grau mit buntem Saum
Ungebroch’nes Licht wandelt in die Finsternis
Rote Liebe
Roter Hass
Fließende Spindel gespeist aus zwei Flüssen
In Risse der Gedanken
Aus den Rissen fließen Schatten
Die Geister - Die uns jagen
Nur wer seine Liebe in die Schlacht schickt
Gewinnt die Gunst mythischer Gestalten
Alle Träume meiner Kindheit waren Kämpfe um das Leben
Ein Kampf zu gewinnen war irgendwann der Segen
Geister-Bär rettet seit jeher
In tiefen Albtälern mein Leben
Liebe spiegelt von Gipfeln in die Täler
Glanz in ihren Augen
Blick auf’s Tal des zweiten Flusses
Schon wandelt Glanz in Dunkelheit
Im Abgrund eine Schlange
Die ihren Kopf in Richtung Wolken streckt
Sie will so gern nach Oben
Doch kriecht - Dazu verdammt - Am Boden
Doch durchlaufen mit goldenem Licht
Im Gleichgewicht gebroch’ne Wellen
Wandelt das Wesen durch in Licht getränkte Berge
Schneeweiße Flügel in den Wolken über mir
Geboren mein Drache zu Mitternacht
Die Gestalten der Zukunft sind die Muster der Vergangenheit — underneath
Schatten von Übermorgen. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Ich bin mir so wichtig
Genauso wichtig
Wie wichtig Ich bin
Und wichtig ist das Ganze
Das Wichtigste
Das Ganze über mir
Wie unter dir
Nicht über Uns — neues altes Auge
Leere über den Wolken. · Robin Jeske
Er muss irgendwo da Oben sein
Da Oben über den Wolken im Himmel
Über uns jedoch weder Himmel noch Wolke
Unter uns aber Abgrund und Tiefe
Das Feuer in den Augen lässt uns fließen
Gelegt von dem der Unter uns - Nicht über uns weilt
Durch die Wolken schickt man dich
Nicht in Seinen - Sondern deinen Himmel
Bewölkte Ungewissheit — Don't Talk
Nebelblind. Tasten. · Maxine Richter
Weit Oben - Nicht am Gipfel
Ungewiss was dort zu finden ist
Also geht es weiter rauf
Hinauf und dann runter in den dichten Nebel
Geleitet vom Wind uns’rer Intuition
Man sieht nicht viel
Nur eine Gestalt gespiegelt im gebrochenen Licht
Hört auf an Ihn zu Glauben — Herz und Gehirn
Ein schwerer Mantel. · Maxine Richter
Wo ist seine Quelle
Wo ist das Licht
Über den Wolken im Himmel
Oder doch in unseren Herzen
Versteckt unter einem Mantel voller Schmerzen
Er ist im Kleinen
Und das Kleine wird zu Großem
Das Große wird noch Größer
Das Größte besteht aus unendlich Kleinen
Glauben musst du bis deine Erfahrungen es zeigen
Ihre Muster fließen
Durch Raum - Durch Zeit - Ins Chaos
Wahrlich schön in die Unendlichkeit
Der Glaube an’s Ganze
Durch Vertrauen in’s Kleine
Neuer Fluss
Stetige Erneuerung
Der ewige Strom der Veränderung
Glauben bis.. — Süß oder…?
Du glaubst. Bis... · Maxine Richter
Du glaubst an dich
Bis Niemand für dich da ist
Du glaubst du bist groß
Bis das Kleine dich bestimmt
Du glaubst was du hörst was du siehst
Bis die Realität dich einholt
Du glaubst es liegt in deiner Hand
Bis das Ganze dich bestimmt
Du glaubst was du denkst
Bis deine Erfahrung sich durch deine Seele frisst
Du glaubst
Bis du stirbst
Du glaubst an mich
Bis Finsternis in Gestalt von Worten über meine Lippen fließt
Du glaubst an dein Blut
Bis es in die and’re Richtung fließt
Du glaubst an deine Freunde
Bis ihr habt keine Freude mehr
Du glaubst an die Gemeinschaft
Bis du in den Sturm am Rand gerätst
Du glaubst an weiße Tauben
Bis du schwarze Wolken am doch so schönen Himmel siehst
Du glaubst
Bis du stirbst
Du glaubst an nichts
Bis du nichts mehr hast
Du glaubst an deine Träume
Bis die Alb-Täler sich auftun
Du glaubst dich zu erinnern
Bis die Zeit deine Erinnerung im Kontext versenkt
Du glaubst an das Gute irgendwo da Oben
Bis das Böse aus der Tiefe kommt
Du glaubst an ihn
Bis der gefallene Engel in deinem Herzen sitzt
Du glaubst
Bis du stirbst
Du sollst mit Gegensätzen spielen
Bis du Gleichgewicht gefunden hast
Du sollst nicht urteilen
Bis du wirklich verstanden hast
Du sollst den Kontext verstehen lernen
Bis du mit ihm fließen kannst
Du sollst leiden
Bis die Hoffnung strahlt
Du sollst der Wahrheit und dem Guten folgen
Bis Schönheit wahrhaftig ist
Du sollst glauben
Bis das Ganze ganz ist
Verfreien — Branching
Wo schlägst du Wurzeln? · 施彦仪 · Shi Yanyi
Sich durch das Tragen von Eigenverantwortung Verwurzeln
Eingebettet in die fließende Gestalt
In einen Kontext der Möglichkeiten
Zur freien Musterentfaltung
Richtung wahrhaftiger Schönheit
Des Ganzen
Auf Das Was Kommt — Skogsfjord Spindel
Der erste Schritt ins Geröll. · Robin Jeske
Oh mein Gott - Ist das schön Spreche ich leise zu mir selbst, nachdem Ich den Anblick des endlosen Horizonts des Meeres, aus dem versteinerte Freunde ragen, in mich Aufgesaugt habe - schließe meine Augen - und lass die Schritte unter mir über das steinige Muster meines Weges fließen.
Raus und lauf, und lauf, auf hohe Berge um noch tiefere Täler zu finden, um abzutauchen im Fluss des Ganzen, um seine Betten mit Feuer zu erleuchten und meine mit Wasser des Lebens zu erfüllen.
Ein Blick nach rechts, im Tal ein reißender Fluss, der weiße Schlieren wirft mit dem das grade noch die Decke meiner Freunde war. Ein Hauch erfüllt die Betten meines Seins. Schweifender Blick nach links, lebendige Schatten ziehen fließend an mir vorbei, sie tanzen zum Schritt mythischer Gestalten - groß und grau.
Weis-se Säulen mit bunten Kronen, geformt vom Wind, streben hinauf zu den bedeckten Gipfeln mit dem Wissen sie nie zu erreichen. Sie warten bis ihr Tanzen die Flügel spannt und die versteinerten Sieben sich erheben und ihr Feuer den Lebensfluss in neue Betten spült.
Digitale Welt — Müde
Fäden, die einschneiden. · Maxine Richter
Segen oder Fluch
Segnen kann nur das Herz
Wir wickeln den Tod in ein weißes Tuch
Und verdecken nur den Schmerz
Fluchen kann nur die Zeit
Das Netz der verwebten Wirklichkeit
Grenzen fließende Übergänge
Das Netz spannt bis in die Ewigkeit
Der Wandel des Seins in voller Länge
Alte Welten neu auf selben Kern
Manche halten Risse im Grenzbereich
Für Flussbetten und nisten sich mit Wohlbehagen ein
Ungeheuer - bis die Sturmflut Sie in’s Chaos spült
Uns’re Betten weit unter der Welle des Guten
So steigen wir über feurige Grenzen des Seins
Um den Kosmos mit Wasser zu fluten
Hindurch — Changing Colors
Kurz vor dem Aufprall. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Es geht raus ins Leben
Doch ich tret’ auf Leben - Jeder Schritt zerstört ein Wunderwerk
Ob Blätter die ihr grün verlieren
Geziefer und Blumen die meinen dunklen Weg verzier’n
Sie müssen nachgeben - Mich empor heben
Will wie Sie in Schönheit leben
Meine Schönheit trifft auf Chaos - Tief in mir
Und ich hoff’, dass ihr Fluss beim Aufprall nicht erfriert
Tief im Herzen - Wenn es bricht - Ein Beben
Ein Zeichen - Düstere Schlieren fließen
Für mehr Gleichgewicht durch grelle Schmerzen
Wenn Unendlichkeit auf Vollkommenheit trifft — Posing Movement
Fingerspitzen im All. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Wir wollen ein schönes Leben führ’n
Sterne seh’n und berühr’n
Uns’re Schönheit - Unser Chaos - Das wir haben
Aus der Leere - ohne Geld - ins Ganze tragen
Wir unter funkelndem Himmelszelt - Ah die Schönheit des Ganzen
Fühlend Denken - Denkend Fühlen
Eins umwebt das andere - Wir beginnen zu Tanzen
Auf egal welcher Ebene unseres Seins nicht verzagen
Alles - Auch wir Selbst - Besteht aus vielen Lagen
Unser Selbst ist mehr als wir versteh’n
Eine Gestalt die in uns leuchtet - Für Niemand zu seh’n
Wirft Strahlen durch das Chaos
Und zeichnet Schatten in die Welt
Wie froh wir doch sind - Kriegen wir die Chance
Wenn unser Tun auch nur einem gefällt
Gefällt wird das Ganze
Um aus uns neu zu wachsen
Mit dem ersten Schritt des erwachenden Tanzes
Selbst Zwei Meter Tiefer Geh’n Wir Tiefer — Flowing Clouds
Tropfen aus schwarzem Eis. · 施彦仪 · Shi Yanyi
Wir sind überall und vor allem nirgendwo
Verschmolzen mit dem was ist
Geschmolzen aus schwarzem Eis
Es schmeckt dem IST nicht
Es wird trotzdem niemals satt davon
Wir sind weit im Hintergrund - Nahe am Abgrund
Sind Nie gescheitert aber auch Nie jemand gewesen
Wir liegen im Flussbett des Lebens
Haben nur ein’ Schuss
Sturm “Komm” - Flut “Komm”
Wir zieh’n mit ihr - ohne zu reden - hinunter den Fluss