Nicht die Dichte erzeugt Resonanz, sondern die gespannte Erwartung in der Lücke.

Die Spindel der Wirklichkeit

Ein künstlerisch-philosophisches Werk von Robin Jeske, in zwei Sprachgestalten: deutsch auf spindel-der-wirklichkeit.org, englisch auf spindle-of-reality.org.

Das Werk beschreibt Wirklichkeit als steten Wandel zwischen Gegensätzen, gefasst in der Formel z = a + bi: a ist der Grad der Verwirklichung, b der Erstarrungsgrad des Wandlungspotenzials. Vier Pole spannen das Feld — Chaos, Schönheit, Leere, Ganzes — und dazwischen liegt das Dazwischensein, in dem sich alles Lebendige bewegt.

Die Grenze der Unendlichkeit (Leere ↔ Ganzes) verläuft entlang a = b – die Hauptdiagonale von (0,0) nach (1,1). Die Grenze der Ewigkeit (Chaos ↔ Schönheit) verläuft entlang a + b = 1 – die Nebendiagonale von (0,1) nach (1,0). Die a-Achse (Verwirklichung) und b-Achse (Erstarrung) bilden ein eigenes rechtwinkliges Kreuz – sie laufen weder entlang dieser Grenzen noch senkrecht zu ihnen, sondern im 45°-Winkel quer: wer mit a und b misst, misst schräg zu dem, was ihn begrenzt. (Hauptwerk VII · 17)

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